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Die bisher bestimmten aktiven Peptide


Das Sekret des Phyllomedusa bicolor, des Kambo-Frosches, enthält eine Vielzahl bioaktiver Peptide, die tiefgreifende Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. Diese Peptide bieten ein breites Spektrum an physiologischen und therapeutischen Vorteilen, die zunehmend wissenschaftlich erforscht werden.

  • Phyllocaerulein (1600 µg pro 50mg Kambo, ca. 5 Punkte): Dieses Peptid senkt den Blutdruck und fördert Gallensekretion, Stuhlgang sowie die Stimulation der Nebennierenrinde und Hypophyse. Es führt zu Übelkeit und Erbrechen als Teil der Reinigungsreaktion, während es gleichzeitig die Ausdauer und Sinneswahrnehmung steigert.

  • Sauvagine (150 µg): Ein weiteres wichtiges Peptid, das Blutdruckregulation, Stimulation der Nebennierenrinde und Hypophyse beeinflusst. Es reduziert Harndrang, lindert Schmerzen und fördert das Gefühl sozialer Verbundenheit. Langfristig steigert es die körperliche Kraft und Ausdauer.

  • Phyllomedusin (1100 µg): Phyllomedusin ist ein Peptid mit starkem Einfluss auf das Verdauungssystem. Es verursacht erhöhte Herzfrequenz, Hitzewallungen und eine verstärkte Sekretion von Speichel und Tränenflüssigkeit. Darmkrämpfe leiten den Reinigungsprozess ein, indem gelöste Toxine aus dem Körper ausgeschieden werden.

  • Bradykinin: Insbesondere die Subtypen Phyllokinins und Tryptophilins sind für ihre gefäßerweiternden Eigenschaften bekannt und können therapeutische Anwendungen bei Bluthochdruck, Muskelkontraktionen und Entzündungen finden. Sie könnten das allgemeine Wohlbefinden und die kardiovaskuläre Gesundheit fördern.

  • Phyllokinin (900 µg): Dieses Peptid verursacht eine Erhöhung der Herzfrequenz, Hitzewallungen und die charakteristische „Frogface“-Reaktion.

  • Demorphin (15 µg): Ein Peptid mit stark schmerzlindernden Eigenschaften, das Übelkeit und Erbrechen hervorruft, gefolgt von Euphorie und einer Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit.

  • Deltorphin (265 µg): Ähnlich wie Demorphin lindert Deltorphin Schmerzen und verursacht Hitzewallungen, Übelkeit und Euphorie.

  • Phyllolitorin (0,0025 µg): Phyllolitorin fördert Stuhlgang und vermindert den Appetit. Es hat positive Effekte auf Immunzellen und kann die Körpertemperatur kurzfristig um bis zu 0,9°C senken, was oft zu Zittern oder Schüttelfrost nach einer Kambo-Session führt.

  • Tryptophylline: Tryptophylline sind Teil der DRS-Familie und besitzen bemerkenswerte antimikrobielle, antivirale und fungizide Eigenschaften. Sie sind aktiv gegen Infektionserreger wie Malaria, sexuell übertragbare Infektionen, antibiotikaresistente Bakterien, HIV und andere häufige Krankheitserreger.

  • Dermaseptin B2 (Adenoregulin): Entdeckt von John Daly in den 1990er Jahren, interagiert dieses Peptid mit Adenosinrezeptoren und bietet Potenzial für die Behandlung von Depressionen und kognitiven Störungen. Seine antimikrobiellen Eigenschaften zeigen vielversprechende Ansätze zur Bekämpfung von Tumorzellen, indem es die Angiogenese von Tumoren hemmt. Es wird zudem als potenzielle Therapie für Alzheimer- und Parkinson-Krankheit erforscht.

  • Phyllokinin und Phyllomedusin: Diese Peptide sind leistungsstarke Vasodilatatoren und erhöhen die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke, was neue therapeutische Möglichkeiten für die Verbesserung der Medikamentenabgabe an das Gehirn und mögliche neuroprotektive Effekte eröffnet.

  • Caeruleins und Sauvagines: Diese Peptide haben myotrope Eigenschaften, beeinflussen das Herz-Kreislauf-System, stimulieren Drüsen und haben schmerzlindernde Wirkungen. Sie bieten neue Ansätze zur Förderung der Gesundheit und für innovative Therapien.

  • Dermorphin und Deltorphin: Diese Peptide aktivieren selektiv die Opiat-Delta-Rezeptoren und eröffnen revolutionäre Möglichkeiten in der Schmerztherapie sowie bei der Regulierung der Stimmung. Sie bieten Potenzial, die Abhängigkeit von Opioiden zu verringern und könnten einen bedeutenden Beitrag zu Fortschritten in der medizinischen Therapie leisten.


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Die Reinigungswirkung von Kambo setzt unmittelbar nach dem Auftragen des Sekrets auf die zuvor vorbereiteten Hautstellen ein. Bei meiner Kambo-Behandlung verwende ich einen kleinen Räucherstab, um auf kleinen Punkten die oberste Hautschicht zu brennen. Die dadurch entstandene Blasenbildung wird vorsichtig entfernt, und die Kambo-Medizin wird auf die Verbrennungsstellen aufgetragen.

Da die Peptide des Kambo-Sekrets die Blut-Hirn-Schranke durchdringen, tritt die Wirkung nahezu unmittelbar ein. Kambo wirkt unter anderem auf die Opioidrezeptoren, was oft einen meditativen, zentrierenden Zustand hervorruft, der bis zu 48 Stunden anhalten kann. Viele Teilnehmer berichten von einem spürbaren Anstieg der Herzfrequenz sowie einem zunehmenden Druck im Kopf und Körper. Während die Medizin im Körper zirkuliert, können vorübergehend Schwellungen im Gesicht und an den Händen, Schwindel, körperliche Beschwerden und Erbrechen auftreten.

In den darauffolgenden Tagen sind die Sinne und Reflexe deutlich geschärft. Man spürt eine kraftvolle Energie und bewegt sich zielgerichtet, ohne sich von ängstlichen Emotionen blockieren zu lassen. Aus diesem Grund nutzen indigene Stämme Kambo traditionell vor der Jagd, um in einen Zustand erhöhter Wachsamkeit und Stärke zu gelangen.



 
 
 

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